19. Januar 2010

"Unser GINCHEN ist für immer eingeschlafen ...

Als wir Gina 2001 aus dem Tierheim geholt haben, konnte noch keiner ahnen, was für eine liebe und herzensgute Hündin sie war.
Unsere ersten Besuche auf dem Hundeplatz mit Maulkorb verliefen meist ganz so, wie man es von einem "bösen Kampfhund" erwartet.
Sie bellte jeden Hund an und schaukelte sich richtig hoch. Später haben wir kapiert, dass sie einfach nur unter immensem Stress stand.

Die erste Zusammenführung mit Sputnik in unserem Zuhause gingen wir eher locker an, da die Beiden sich draußen schon problemlos verstanden.
Da war kein "unverträglicher, alles vierbeinige hassender Hund" mehr, wie sie uns vom Tierheim beschrieben wurde. Sputnik und Gina verstanden sich auf Anhieb.

Der erste gemeinsame Urlaub in Dänemark 2001 stand noch unter dem Motto "Gina ist nicht ganz ohne, sie sollte besser zu keinem anderen Hund (außer Sputnik)".
Tja, und was geschah, als der fremde Hund am Ferienhausgrundstück vorbeiging und Gina und Sputnik hingerannt sind? Gar nichts! Schnüffeln, Wedeln, gut. Die Besitzerin des anderen Hundes hat höchstens die zwei hysterisch nach ihren Hunden rufenden Zweibeiner belächelt ...

Gina, die sich anfänglich lieber zurückzog, als bei uns zu sein, hat sich im Laufe der Zeit zu einem richtigen "Dabeihund" entwickelt. Sie wollte gerne beschmust werden, freute sich auf jeden Spaziergang, liebte Intelligenzspiele und saß in den letzten Jahren auch immer mit Sputnik erwartungsvoll neben den Koffern, wenn ich diese für den Urlaub am packen war.

Gina war der ruhende Pol in unserem Zuhause. Sie hat Sputnik gelehrt auch mal alleine bleiben zu können.

Ich werde niemals den Tag vergessen, als ich nach einem Wochenende in Hamburg nach Hause kam, Steffen mir zwischen seiner Arbeit ein kurzes "Hallo" entgegenwarf, Sputnik mich schwanzwedelnd aber fast vorwurfsvoll begrüßte und dann, ja dann kam Gina. Sie machte sich fast links vor Freude, leckte mich von oben bis unten ab, der ganze Hund war am Wedeln, nicht nur der Schwanz ... das tat richtig gut. Und das war Gina, unsere gefühlvolle olle Schnecke.

In den letzten Monaten hatte sie sich den Postboten ausgeguckt. Aber nicht so, wie man es vielleicht von anderen Hunden erwartet, nein, Gina hat ihn geliebt, diesen gelb-blauen Mann auf dem komischen gelben Fahrrad. Wenn sie ihn auch nur aus Entfernung gesehen hat, hat sie alles gegeben, um bei ihm diese riesigen Kekse abzustauben.

Als Gina im letzten Jahr dieses Vestibulärsyndrom bekam, von dem man auch hätte meinen können es sei ein Schlaganfall, von den Symptomen her, dachten wir, es wäre vorbei. Es war schlimm mit anzusehen, wie sie umhertorkelte, immer bemüht nicht umzufallen.
Und dann hat sie sich wieder berappelt. Es war wie ein kleines Wunder. Und plötzlich wollte Gina auch wieder Spazierengehen, so richtig. Es schien, als wäre sie froh, dass es doch nochmal weitergeht und ganz ohne diesen doofen Schwindel.
Das war im Juli letzten Jahres. Seither ist ein halbes Jahr vergangen. Ein halbes Jahr, in dem Gina nochmal richtig aufgeblüht ist. Sie hatte wieder dieses Lächeln im Gesicht, diese klaren Augen voller Neugierde und Tatendrang.

Heute Nacht ist sie dann einfach eingeschlafen. Sie lag heute Morgen auf ihrem Schaffell und wachte einfach nicht mehr auf. Sie lag vollkommen entspannt da und man hätte meinen können, dass sie einfach nur schläft.
Aber nein ...

So wie sie im Leben war, so war sie auch im Sterben ... unkompliziert ... einfach nur unser olles Ginchen.

Ich sitze hier und mir kullern die Tränen, was sie eigentlich schon den ganzen Tag tun. Es ist ein großes Loch in unser Leben gerissen worden. Ja, Gina war alt und es ist bestimmt der schönste Tod für einen alten Hund, wenn er einfach nur einschläft und nicht mehr aufwacht, aber es tut unendlich weh ... deswegen habe ich diese Zeilen geschrieben.

Wir vermissen unsere Schnecke so sehr ...

Anke, Steffen und Sputnik"


das ist sie, meine ganz persönliche freundin GINA.




GINA liebt ausgiebige sonnenbäder, kleine menschen und alles essbare, was nicht bei drei im loch verschwunden ist.

herrle und fraule haben sie im august 2001 aus dem tierheim geholt und dies seither nie bereut.
GINA ist der ruhende pol bei uns, sagts fraule immer. GINA ist in der wohnung fast unsichtbar, weil sie gerne auf ihrem schaffell pennt und man sie stundenlang nicht sieht ... sobald sie aber merkt, dass wir was unternehmen wollen, steht sie mit faltiger stirn in der tür und will einfach nur dabei sein.

GINA sollte ja sooo böse sein, als herrle und fraule sie damals abgeholt haben aber in wahrheit is´ sie ´ne ganz liebe. okay, hie und da gibt´s mal zickenalarm mit anderen mädels, aber sonst kann man´s mit ihr echt gut aushalten.

alles weitere über ihre vorlieben, ihr leben usw. kann sie euch aber selber erzählen, weil sie hat schließlich auch ´ne homepage ...

viel spaß!